Kochen für einen guten Zweck
Seit 1986 besteht die Gruft in der Wiener Barnabitengasse und wurde im Laufe der Jahre sukzessive zu einer Betreuungseinrichtung für Obdachtlose ausgebaut.
An zwei Nachmittagen im Winter 2010 trafen sich zehn Kolleginnen und Kollegen von Casinos Austria und den Österreichischen Lotterien, um für die Besucherinnen und Besucher der Gruft ein Abendessen zu kochen. Auf dem Plan stand Gulas mit Knödeln. Als erstes war das kollektive Schneiden einer ungeheuren Menge an Zwiebeln angesagt. Wir standen dicht nebeneinander, die Zwiebeln bissen in den Augen, die Plastikschürzen und die Papierhauben, die wir verpflichtet waren zu tragen, multiplizierten die Hitze. Die riesigen Töpfe und ungewohnten Dimensionen waren sogar für geübte Hobbyköche eine Herausforderung, die aber unter der fachkundigen Anleitung des Chefkochs gut gemeistert wurde.
Die Gruft besteht auf sehr strikten Zeitregeln, von 19.00 Uhr bis 19.30 Uhr gibt es Abendessen und keine Minute länger. Als wir pünktlich mit der Essensausgabe begannen, hatte sich daher bereits eine Schlange Hungriger gebildet. Schon bald stellte sich heraus, dass wir mit diesem einfachen Essen einen großen Erfolg gelandet hatten. Um 19.30 Uhr war der Riesengulyastopf geleert und nur noch ein winziger Rest an Knödeln vorhanden. Beim zweiten Termin stellten die Kolleginnen und Kollegen ihr Durchhaltevermögen beim Kartoffelschälen und ihre Kochkünste unter Beweis. Ihr Faschierter Braten im Thymiansaft mit Erdäpfelpüree wurde von den Bekochten bis zum letzten Krümel verzehrt.
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