Spiel by Casino Graz

Spielgeschichte

"Nirgends hat der Mensch mehr Scharfsinn an den Tag gelegt als in seinen Spielen."

Leibnitz

Roulette

Wurde bereits vor 2000 Jahren, allerdings mit religiösem Charakter, in China gespielt

Dieses Spiel wurde durch Missionare nach Frankreich gebracht, wo B. Pascal (1623-1662), ein Mathematiker und Philosoph, Studien über das Gravitätszentrums einer Kugel auf einer gedrehten Scheibe anhand der Roulettescheibe anstellte. Aufgrund dieser Untersuchungen gilt Pascal als der Erfinder des heutigen Roulettespiels.

Gastwirte entdeckten an der Erfindung andere Qualitäten und die Verbreitung des Roulettes als Glückspiel begann. Anfang des 18. Jahrhunderts gab es adelige Spielclubs und öffentliche Casinos in Frankreich, in denen das Roulette zum Einsatz kam. Das Spiel wurde immer beliebter, bis 1837 der französische König Louis-Philippe das öffentliche Glückspiel verbot. Um 1890 erreichte das Roulettespiel Amerika. In Europa wurde die Zahlenfolge im Zylinder erst Ende des 19. Jahrhunderts endgültig in die heutige Form gebracht. Zuvor wurde mit 0 und 00 gespielt. In Amerika wurde die Anordnung der Zahlen in ihrer ursprünglichen Form beibehalten, inklusive 0 und 00.

Black Jack

Im 16. Jahrhundert kam das Spiel aus China und Indien nach Frankreich.

Black Jack entwickelte sich aus Kartenspielen wie Baccarat, Quinze, Trente et Quarante, One-and-Thirty, Seven-and-a-Half. Gesichert ist, dass das Spiel und der Name „vingt-et-un“ (20 und 1) in der Mitte des 18. Jahrhunderts als der Urvater des heutigen Black Jacks gelten. Auch der Name Black Jack wurde in dieser Zeit geboren, da die Kombination As und Bube (Jack) in schwarzer Farbe die stärkste Hand bedeuteten.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erreichte das Spiel auch Amerika, wo es unter dem Namen „twenty-one“ an Beliebtheit gewann und in vielen Pubs gespielt wurde. Mit der Legalisierung des Glücksspiels begann der Aufschwung des Spiels. Die Regeln wurden vereinfacht und in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts erreichte das Spiel wieder Europa, wo es schnell an Beliebtheit gewann.                                                  

Poker

Der Vorläufer des Spiels wurde 1829 zum ersten Mal erwähnt.

Das deutsche Spiel Pochen (= prahlen) wurde zum französisches Spiel Poque weiterentwickelt. Es wurde in die USA gebracht, wo es unter dem Namen Poker sehr beliebt wurde und heute als amerikanisches Spiel gilt. In New Orleans, der Geburtsstätte des amerikanischen Poker, wurde das Spiel erstmals 1805 erwähnt. 1840 wurde das komplette Paket mit 52 Karten in Amerika übernommen. Um 1850 wurde die Möglichkeit hinzugefügt, Karten zu tauschen, um mehr Action und Geld ins Spiel zu bringen und später kamen Straight und Flush als Pokerblätter dazu.

1865 wurde Five Card Stud von den Bürgerkriegssoldaten gespielt, um durch das Aufdecken von Karten das Spiel interessanter zu machen. Anfang der 50er wurde dann Texas Hold`em immer beliebter, es wird heute allgemein als das Königsspiel des Poker angesehen. Zu den bekanntesten Pokervarianten gehören neben Texas Hold`em und Omaha auch Seven Card Stud, Razz, Five Card Draw, H.O.R.S.E.und Chinese Poker.

Punto Banco

Entwickelte sich aus dem Spiel Baccarat, gegen Ende des 19. Jahrhunderts.

Die Ursprünge des Baccarat liegen in China, wo das Spiel „Pai Gow“ als Vater des heutigen Punto Banco gesehen werden kann. Reisende brachten das Spiel im 14. Jahrhundert nach Italien, wo es schnell zu einem Zeitvertreib der Reichen wurde. Das Wort Baccarat bedeutet in der altitalienischen Sprache: Null (der Wert der Zehn und aller Figuren bei Baccarat ist null).

Von Italien aus verbreitete sich Baccarat schnell nach Frankreich und England. Auswanderer brachten das Spiel letztendlich nach Amerika. Die gültigen Regeln von Punto Banco wurden um das Jahr 1900 im Capri-Casino in Havana (Kuba) festgelegt. Von Amerika zurück kam diese neue Variante des Spiels nach Europa, wo es das klassische Baccarat an Beliebtheit seither bei weitem überflügelt hat.

Spielautomaten

Spielautomaten wurden erstmals Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt.

1887 baute Charles Fey den ersten Automaten der fähig war die Gewinne auszuzahlen. Der Spielautomat hatte 3 Rollen mit je 5 Symbolen: ein Hufeisen, ein Diamant, ein Herz, ein Pik und die amerikanische Freiheitsglocke (die "Liberty Bell"), welche dem Automaten dann auch seinen Namen gab. Ein Spiel, das mit 3 Liberty Bells endete zahlte zehn 10-Cent Stücke aus. Zur gleichen Zeit baute ein anderer Erfinder eine Maschine, die Süßigkeiten als Preise auszahlte. Anstatt der Symbole von Spielkarten nutzten diese Automaten die Bilder von Früchten (Zitronen, Kirschen und Pflaumen) als Symbole. In den 60ern kamen die ersten elektro-mechanischen Geräte auf den Markt.

Mit Features, wie Mehrmünzenspiel und Jackpots, erlaubte es dieser Entwicklungssprung den Spielern, die Rollen per Knopfdruck in Bewegung zu versetzen. Ab den 80ern entwickelten sich daraus jene Video-Spielautomaten, die man heute in jedem Casino findet. Zusätzlich zu den Grafiken und Soundeffekten, können Video-Automaten an verschiedene Auszahlungsvarianten und Einsatzmöglichkeiten gekoppelt werden.

Red Dog

Die Geschichte des Spiels beginnt im 19. Jahrhundert in den USA.

Aufgrund der einfachen Regeln wurde das Spiel schnell populär und in unzähligen Pubs und Saloons gespielt. Die Spieler wetteten darauf, dass von 3 gezogenen Karten, der Wert der 3. Karte zwischen die beiden ersten Karten passte („in between“). „Acey – Deucey“ bedeutete die größte Chance für den Spieler, da die meisten Kartenwerte zwischen As und 2 passen.

Als 1931 in Las Vegas das erste legale Casino eröffnete wurde für dieses Spiel der Name „Red Dog Poker“ gewählt. Der Name „Red Dog“ geht höchstwahrscheinlich auf ein Pub namens Red Dog zurück, wo im 19. Jahrhundert „Acey – Deucey“ sehr beliebt war.