ALLGEMEINE REGELN
- Poker Manager / Turnierleitung – Für den Poker Manager und dessen Vertretung hat die Berücksichtigung der Fairness und die beste Lösung im Sinne des Spiels höchste Priorität. Situationen, die in diesem Reglement nicht erwähnt sind, entscheidet die Direktion oder deren Vertretung angemessen und den jeweiligen Umständen Rechnung tragend. Durch außergewöhnliche Umstände kann es im Interesse der Fairness dazu kommen, dass eine Regel nicht in ihrem eigentlichen Sinne ausgelegt wird. Die Entscheidungen des Poker Managers oder dessen Vertretung sind endgültig.
- Pflichten der Spielgäste - Von Spielgästen wird erwartet, dass sie ihre Anmeldedaten und die Zuweisung des Sitzplatzes bestätigen, ihre Karten schützen, ihre Absichten klar äußern, den Spielverlauf verfolgen, handeln, wenn sie an der Reihe sind, ihr Recht zu handeln verteidigen, dafür sorgen, dass ihre Karten sichtbar sind, ihre Jetons richtig stapeln, während einer Hand am Tisch bleiben, sich zu äußern, wenn sie einen Fehler bemerken, den Tisch unverzüglich wechseln, wenn sie dazu aufgefordert werden, einer Hand folgen, die Regeln respektieren und einhalten, sowie generell zu einem ordnungsgemäßen Turnierverlauf beitragen.
- Sprache am Tisch – während der Ausspielung eines Pots darf nur Deutsch oder Englisch gesprochen werden.
- Offizielle Begriffe – Bei den verschiedenen Handlungen sind einfache, unmissverständliche, international gängige aktive Ansagen, wie setzen (bet), erhöhen (raise), mitgehen (call), all-in (das Setzen aller Jetons), raise pot (nur bei Pot-Limit Varianten), ergänzen (complete) oder passive Aktionen wie passen (fold) oder schieben (check), zu gebrauchen. Das Verwenden nicht standardmäßiger Ansagen oder Gesten erfolgt auf eigenes Risiko, denn dies kann zu einer Entscheidung führen, die vom Spielgast nicht beabsichtigt war. Die Spielgäste tragen die Eigenverantwortung ihre Absichten klar zu äußern.
Elektronische Geräte – Die Verwendung von Mobiltelefonen, Tablets, Laptops, Kameras sowie sonstigen elektronischen Geräten oder Gegenständen während einer laufenden Hand ist nicht gestattet.
+ Sobald ein Spielgast seine Karten aufgenommen oder angesehen hat, darf kein elektronisches Gerät verwendet, gehalten, eingesehen oder bedient werden.
+ Bei einem Verstoß ist die Turnierleitung bzw. der Floor berechtigt, die betroffene Hand für ungültig zu erklären.
+ Elektronische Geräte sind während des Spiels unterhalb der Tischkante aufzubewahren.
+ Telefonate sind ausschließlich abseits des Pokertisches zulässig.Die Benutzung eines Mobiltelefons oder eines sonstigen elektronischen Geräts ist ausschließlich zulässig, wenn sämtliche nachstehenden Voraussetzungen erfüllt sind:
+ der Spielgast ist nicht aktiv an einer laufenden Hand beteiligt;
+ der Spielablauf wird dadurch weder verzögert noch gestört.Auf dem Pokertisch dürfen sich ausschließlich Gegenstände befinden, die für den ordnungsgemäßen Spielbetrieb erforderlich oder durch das Casino freigegeben sind. Dazu zählen insbesondere:
+ Spielkarten
+ Jetons
+ Card Protector, vorbehaltlich regelmäßiger Kontrollen;
+ Time Bank Karten
+ Sonstiges - durch das Casino bereitgestelltes und freigegebenes - EquipmentNicht zulässig sind insbesondere persönliche oder spielbetriebsfremde Gegenstände. Dazu zählen unter anderem:
+ Zigaretten
+ Feuerzeuge
+ E-Zigaretten/Vapes
+ Autoschlüssel
+ sonstige persönliche oder nicht zum Spielbetrieb gehörende Gegenstände.Die Nutzung von Real-Time Assistance (RTA) sowie jeglicher technischer, digitaler oder sonstiger Hilfsmittel zur Unterstützung von Poker-Entscheidungen ist ausnahmslos untersagt.
Das Verbot umfasst insbesondere, jedoch nicht ausschließlich:
+ Poker-Solver
+ GTO-Software
+ ICM-Rechner
+ Equity-Rechner
+ Odds-Rechner
+ Echtzeit-Coaching
+ KI-gestützte Systeme oder sonstige Anwendungen zur Analyse, Bewertung oder Empfehlung von Spiel-Entscheidungen während eines laufenden Turniers oder Cash Games.Die Turnierleitung, der Floor sowie das zuständige Casino Management sind berechtigt, die Einhaltung dieser Bestimmungen jederzeit zu kontrollieren und bei Verstößen geeignete Maßnahmen zu setzen.
Verstöße gegen diese Bestimmungen können je nach Art und Schwere des Verstoßes insbesondere mit einer Verwarnung, einer Zeitstrafe, der Erklärung einer Hand als tot, dem Ausschluss vom Spielbetrieb oder weitergehenden Maßnahmen durch das Casino Management geahndet werden.
Deals – Grundsätzlich sind Deals in jedem Turnier erlaubt, sofern sie nicht gegen die Spielbestimmungen verstoßen. Alle Deals werden offiziell bekannt gegeben und müssen direkt am Finaltisch getroffen werden.
Spielgäste haben höchstens 10 Minuten Zeit, um einen Deal zu besprechen und zu einer Entscheidung zu kommen. Wird keine Einigung erzielt, läuft das Turnier weiter.
Die beteiligten Spielgäste sollen während der Verhandlungen den Finaltisch nicht verlassen. Sie dürfen aber eine Person als Unterstützung zu den Verhandlungen hinzunehmen.
Den Spielgästen steht es ebenfalls frei einen Deal zu vereinbaren, um das Turnier sofort zu beenden. Wird ein weiterspielen gewünscht kommen folgende Regeln zur Geltung:
10% des verbleibenden Preispools, vor dem Deal, müssen ausgespielt werden.
Das Casino stellt sicher, dass alle notwendigen Informationen erfasst werden und der Deal (Independent Chip Model (ICM) oder Chip Chop (CC)) berechnet wird. Anschließend wird davon ein Druck angefertigt, der von allen beteiligten Spielgästen unterzeichnet werden muss. Die Levelzeit wird auf 15 Minuten bei regulären Turnieren und auf 10 Minuten bei Turboturnieren gesetzt.
Shot Clock - Eine Shot Clock (Zeitlimit für eine Entscheidung) kann in einer bestimmten Phase eines Turniers oder in allen Phasen verwendet werden, wie von der Turnierleitung angekündigt.
Diese Regel soll den Spielfluss beschleunigen und eine faire Entscheidungszeit gewährleisten.
Eine Shot Clock kann jederzeit während eines Turniers verwendet werden und die genauen Regeln werden von der Turnierleitung festgelegt und veröffentlicht:- Spielvarianten - Bei allen TEXAS HOLD’EM und OMAHA Spielen gibt es Varianten des Spielablaufs.
a) Double Board: Der Croupier/die Croupière gibt zwei Boards, bestehend jeweils aus „Flop“, „Turn“ und „River“. Der Pot wird zu gleichen Teilen zwischen diesen „Boards“ geteilt.
b) Flip: Jeder Spielgast setzt vor dem Spiel einen dem Limit angebrachten Betrag und der Croupier/die Croupière gibt das „Board“ ohne eine weitere Einsatzrunde und es kommt sofort zum „Showdown“.
c) Bomb Pot: Jeder Spielgast setzt vor dem Spiel einen dem Limit angebrachten Betrag und der Croupier/die Croupière gibt den „Flop“ ohne eine weitere Einsatzrunde und das Spiel wird nach dem „Flop“ normal fortgesetzt. No-Show - Sollte ein:e Teilnehmer:in später (zum Beispiel nach Late Reg. Ende) erscheinen, dann kann sein/ihr Stack gemäß folgenden Regeln wieder ins Spiel gebracht werden:
a) Pro 20 Minuten Spielzeit wird ein Orbit Blinds und Ante abgezogen.
b) Die entfernten Chips werden aus dem Spiel genommen.
Sonderregel für mehrtägige Turniere:
Kann ein Gast an einem weiteren Spieltag, bei dem alle qualifizierten Teilnehmer:innen ITM (in the money) sind, nicht teilnehmen und teilt dies der Turnierleitung vor dem Spieltag mit, werden dessen Turnierjetons aus dem Turnier entfernt und dem Gast das aktuelle Preisgeld, zumeist Min-Cash, ausbezahlt.
- Absage eines Turniers – Die Turnierleitung bzw. die Direktion behält sich vor ein Turnier abzusagen oder den Ablauf kurzfristig zu ändern.