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Cash Game Reglement

Allgemeine Regeln

  1. Poker Manager / Floorman – Für alle Entscheidungen des Poker Managers und dessen Vertretung hat die Berücksichtigung der Fairness und die beste Lösung im Sinne des Spiels höchste Priorität. Situationen, die in diesem Reglement nicht erwähnt sind, entscheidet die Direktion oder deren Vertretung angemessen und den jeweiligen Umständen Rechnung tragend. Durch außergewöhnliche Umstände kann im Interesse der Fairness der Fall eintreten, dass eine Regel nicht in ihrem eigentlichen Sinne ausgelegt wird. Die Entscheidungen des Poker Managers oder dessen Vertretung sind endgültig.
  2. Pflichten der Spielteilnehmer – Von Spielteilnehmer wird erwartet, dass sie die Zuweisung ihres Sitzplatzes bestätigen, ihre Karten schützen, ihre Absichten klar äußern, den Spielverlauf verfolgen, handeln, wenn sie an der Reihe sind, ihr Recht zu handeln verteidigen, dafür sorgen, dass ihre Karten sichtbar sind, ihre Jetons richtig stapeln, während einer Hand am Tisch bleiben, sich zu äußern, wenn sie einen Fehler bemerken, den Tisch unverzüglich wechseln, wenn sie dazu aufgefordert werden, einer Hand folgen, die Regeln respektieren und einhalten, so wie generell zu einem ordnungsgemäßen Spielverlauf beitragen.
  3. Sprache am Tisch Während der Ausspielung eines Pots darf nur Deutsch oder Englisch gesprochen werden.
  4. Offizielle Begriffe – Bei den verschiedenen Handlungen sind einfache, unmissverständliche, international gängige aktive Ansagen, wie setzen (bet), erhöhen (raise), mitgehen (call), all-in (das Setzen aller Jetons), raise pot (nur bei Pot-Limit Varianten), ergänzen (complete) oder passive Aktionen wie passen (fold) oder schieben (check), zu gebrauchen. Das Verwenden nicht standardmäßiger Ansagen oder Gesten erfolgt auf eigenes Risiko, denn dies kann zu einer Entscheidung führen, die vom Spielteilnehmer nicht beabsichtigt war. Die Spielteilnehmer tragen die Eigenverantwortung ihre Absichten klar zu äußern.
  5. Elektronische Geräte – Die Verwendung von Mobiltelefonen, Tablets, Laptops, anderen elektronischen Geräten oder Gegenständen während der Hand wird unter keinen Umständen geduldet. Für Telefonate muss der Spielgast den Tisch verlassen. Jeder Spielgast kann diverse Gerätschaften neben dem Spieltisch ablegen. Mobiltelefone dürfen auf der Tischbande, mit Display nach unten, ableget werden. Das Spiel darf aber auf keinen Fall aufgehalten oder gestört werden. Grundsätzlich müssen die Jetons und Karten der Spielgäste jederzeit sichtbar für die Mitspieler:innen und das Personal sein, sowie ein zügiger Spielverlauf gewährleistet sein. Das Filmen und Streamen ist nicht gestattet und muss von dem Floorman freigegeben werden.
  6. Am Sitzplatz Jeder Platz, an dem ein gültiger Table Stake platziert ist, erhält Karten. Verlässt ein Spielteilnehmer seinen Platz, erhält er in jedem Fall Karten aber die Blinds werden automatisch vom Croupier einbehalten. Auch wenn der Spielteilnehmer mehrere Runden nicht am Sitzplatz ist, werden die Blinds so lange einbehalten, wie auch ein gültiger Table Stake platziert ist. Bei einer Tischöffnung werden die Blinds nur von Spielern einbehalten, die bereits eine gültige Hand gespielt haben. Die nicht aktiven Stacks können entfernt werden. Die Hand eines Spielteilnehmers, der bei Beendigung der Kartenausgabe nicht an seinem Sitzplatz sitzt, ist ungültig.
  7. Pothöhe – Bei No Limit Varianten erteilt der Croupier zu keinem Zeitpunkt Auskunft über die Höhe des Pots.
  8. Unteilbare Jetons – Alle getätigten Einsätze müssen durch das Ante bzw. Small Blind teilbar sein und können in allen gültigen Wertjetons der Casinos Austria getätigt werden. Ausnahme: Im Limit 2/5 müssen alle getätigten Einsätze durch das Big Blind teilbar sein. 

    Eine eventuell entstandene Spitze erhält der Spielteilnehmer zurück. Muss ein Pot aufgrund der gleichen Wertigkeit der Hände zwischen zwei oder mehreren Spielteilnehmern geteilt werden, so erhält bei Texas Hold’em und Omaha die Spitze jener Spielteilnehmer der am nächsten in der Setzreihenfolge zum Button sitzt. Bei Seven Card Stud geht die Spitze an jenen Spielteilnehmer, der die höchste Karte (inkl. Farbenpriorität) in seinem Blatt hat. Ein Pot wird nur bis zur Höhe des Small Blind bzw. des Ante geteilt.
  9. Misdeal – Es handelt sich um einen Misdeal wenn:
    • a.) Zwei oder mehrere zusätzliche Karten ausgeteilt wurden,
    • b.) An einen Spielteilnehmer keine Karten ausgeteilt wurden,
    • c.) Die erste oder zweite Karte aufgedeckt wurde, Falls schon zwei oder mehr aktive Handlungen (check, bet, call, raise, re-raise oder fold) getätigt wurden, bis der Fehler bemerkt wird, wird die fehlerhafte Hand für ungültig erklärt und das Spiel regulär fortgesetzt. Ein Spiel kann nach dem Flop nicht mehr für ungültig erklärt werden.
  10. Ungeschützte Hände – Wenn der Croupier eine ungeschützte Hand einzieht, bekommt der Spielteilnehmer seinen bis dahin getätigten Einsatz nicht zurück. Ausnahme: Ein Spielteilnehmer hat erhöht und seine Erhöhung wurde noch von niemandem bezahlt. In diesem Fall erhält der Spielteilnehmer sein Raise zurück.
  11. Anwesenheitspflicht – Spielteilnehmer, die sich in einer Hand befinden, müssen an ihrem Platz bleiben. Eine Hand kann für ungültig erklärt werden, sollte sich der Spielteilnehmer während einer Hand nicht auf seinem Sitzplatz befinden.
  12. Tischwechsel – Einem Spielteilnehmer ist es nicht gestattet, ohne Genehmigung durch den Floorman an einen anderen Spieltisch zu wechseln. Grundsätzlich kann sich ein Spielteilnehmer jederzeit auf eine Warteliste für ein anderes Limit oder eine andere Variante vormerken lassen. Sollte ein Tischwechsel in derselben Variante zu gleichem Limit vorgenommen werden, so muss das vollständige Table Stake an diesem Tisch ins Spiel gebracht werden. Die Entscheidung, ob und wann ein Spielteilnehmer wechseln darf, obliegt dem Floorman.
  13. Kartendeck – Das Kartendeck kann jederzeit durch die Direktion oder deren Vertretung getauscht werden. Ein Spielteilnehmer kann kein neues Deck verlangen.
  14. Spielvarianten - Bei allen Texas Hold’em und Omaha Spielen gibt es Varianten des Spielablaufs.
    • Double Board: Der Croupier/die Croupière gibt zwei Boards, bestehend jeweils aus „Flop“, „Turn“ und „River“. Der Pot wird zu gleichen Teilen zwischen diesen „Boards“ geteilt.
    • Flip: Jeder Spielgast setzt vor dem Spiel einen dem Limit angebrachten Betrag und der Croupier/die Croupière gibt das „Board“ ohne eine weitere Einsatzrunde und es kommt sofort zum „Showdown“.
    • Bomb Pot: Jeder Spielgast setzt vor dem Spiel einen dem Limit angebrachten Betrag und der Croupier / die Croupière gibt den „Flop“ ohne eine weitere Einsatzrunde und das Spiel wird nach dem „Flop“ normal fortgesetzt.
  15.  Must Move – die Must Move Regel wird angewandt, um den Haupttisch zu schützen. Folgende Regeln gelten für Must Move Tische:
    • Die Must Move Reihenfolge wird zu Beginn ausgelost und/oder entspricht der Warteliste
    • Jede/r neue Spieler:in, die/der  sich für das gleiche Limit anmeldet, wird auf der Warteliste notiert und muss am Must Move Tisch beginnen.
    • Wird am Haupttisch ein Platz frei, wird der erste Spielgast auf der Liste gefragt, ob er wechseln will. Verneint der Spielgast wird der nächste Spielgast in der Reihenfolge gefragt und sagen alle „Nein“, muss der erste Spielgast auf den Haupttisch wechseln.

Einsätze

  1. Table Stake – Alle getätigten Einsätze müssen durch das Ante bzw. Small Blind teilbar sein und können in allen gültigen Wertjetons der Casinos Austria getätigt werden. Eine eventuell entstandene Spitze erhält der Spielteilnehmer zurück. Spielteilnehmer dürfen von ihrem Spielkapital am Tisch keine Jetons wegnehmen, es sei denn, sie beenden ihr Spiel. Das Spielkapital am Tisch zu erhöhen ist zwischen den Spielen möglich, aber niemals während eines einzelnen Spiels. Beendet ein Spielteilnehmer mit einem Table Stake über dem Minimum Buy-in des Tisches sein Spiel, kann er mit einem kleineren Table Stake im selben Limit an diesem Spieltag nicht weiterspielen. Bargeld zählt nicht zum Table Stake. Wenn ein Spielteilnehmer mit Banknoten entweder sein Buy-in tätigt oder seinen Table Stake erhöhen möchte, muss er diese unverzüglich dem Croupier zum Wechseln übergeben.
  2. Limits – – Vor Spielbeginn wird die Art des Limits festgelegt: Split Limit / Pot Limit / No Limit. Das Limit gibt die Höhe der jeweils möglichen Einsätze an und bestimmt die Höhe der Blinds bzw. des Ante. Es kann auch ein Maximal erlaubtes Buy-in fest gelegt werden.
  3. Buy-in – Ein Spielteilnehmer muss, um am Spiel teilnehmen zu können, mindestens das vereinbarte Buy-in in Jetons offen vor sich auf den Tisch legen. Um am Coup teilnehmen zu können muss er zumindest das Big Blind bzw. Ante bringen können. Das Buy-in wird immer vor Spielbeginn festgesetzt und kann nur in Absprache mit dem Floorman verändert werden.
  4. Blinds – Ein neuer Spielteilnehmer muss kein Blind bringen, bis er an der Reihe ist. Alle Blinds werden von jedem aktiven Table Stake immer eingezogen und somit ins Spiel gebracht – auch wenn der Spielgast nicht zugegen ist. Dadurch gibt es niemals ein Missed Blind. Ein Spielteilnehmer, der von einem aufgelösten Tisch kommt oder vom Floorman dazu aufgefordert wird den Tisch zu wechseln, muss kein Blind nachbringen. Entfernt sich ein Spielteilnehmer durch einen Platzwechsel um zwei oder mehr (mit aktiven Spielteilnehmern besetzten) Plätze im Uhrzeigersinn vom Button weg, muss er das Big Blind bringen. In Pot Limit-Varianten zählt das nachgebrachte Blind zum Pot.

Aktionen

  1. Straddle – In Hold’em Varianten (z.B. Pot Limit Omaha) besteht die Möglichkeit eines oder mehrer zusätzlichen Live-Straddles. Straddle ist ein freiwilliges zusätzliches Blind, das nach dem Big Blind gesetzt wird und das Doppelte des Big Blinds ist. Man unterscheidet auch folgende Straddle-Varianten: Button Straddle, das Straddle wird vom Spieler:in am Button getätigt und die Aktion beginnt links vom „Dealer Button“. Mississippi Straddle, das Straddle kann in jeder Position erfolgen, die Aktion beginnt links vom Straddle. Nur in Absprache mit dem Floorman und bei Tischöffnung, kann die Option eines Straddle in Anspruch genommen werden. Das Live Straddle hat immer Vorrang gegenüber anderen Straddle Varianten. Neue Spielteilnehmer müssen vor Spielaufnahme diesbezüglich in Kenntnis gesetzt werden.
  2. Einsätze / Aktionen in- und außerhalb der Reihenfolge – Agiert ein Spielteilnehmer in der Reihenfolge und geht mit einem ungenügenden Einsatz mit, weil er ein Raise nicht bemerkt hat, muss er seinen Einsatz komplettieren oder er verliert alle Ansprüche auf seine Einsätze und den Pot. Ein Raise ist nicht mehr gestattet. 
    Wenn ein Spielteilnehmer eine Vorwärtsbewegung mit Chips in Richtung Pot-Bereich ausführt und dadurch einen andere(n) Spieler:in zum Handeln veranlassen könnten, kann er gezwungen werden, die Aktion abzuschließen. die Betting Line ist eine visuelle Orientierungshilfe, aber nicht bindend. Der Betrag muss in einer kontinuierlichen Bewegung gesetzt werden, ohne zum Chipstack zurückzukehren.

    Der Floorman kann bei sich wiederholenden Aktionen, welche dem ordentlichen Spielverlauf nicht entsprechen, eine Strafe aussprechen. Agiert ein Spielteilnehmer außerhalb der Reihe, sind seine verbalen und physischen Ansagen bzw. Aktionen nur dann bindend, solange sich die bisherige Situation der Einsätze nicht verändert hat. Check, Call oder Fold gelten nicht als Veränderung. Der Floorman wird bei sich wiederholenden Aktionen, welche dem ordentlichen Spielverlauf nicht entsprechen, eine Strafe aussprechen. Aussagen betreffend der Wertigkeit der Hand sind nicht bindend. Absichtlich geäußerte Falschaussagen können bestraft werden. Das Ablegen (Passen) der Hole Cards außerhalb der Reihenfolge wird bestraft.
  3. Raise – In Pot- und No Limit Varianten gibt es keine Begrenzung der Anzahl an Erhöhungen. Das Minimum Raise ist immer gleich hoch wie die Erhöhung zuvor. In Split Limit Varianten sind pro Setzrunde drei Erhöhungen erlaubt. Befinden sich nur noch zwei Spielteilnehmer im Spiel, bevor ein drittes Mal erhöht wurde, ist die Anzahl der Erhöhungen nicht mehr begrenzt. In Pot- und No Limit Varianten gibt es drei Möglichkeiten ein gültiges Raise zu tätigen. 
    • a.) Der Betrag muss in einer Bewegung gesetzt werden.
    • b.) Der Betrag wird vor dem Setzen annonciert.  
    • c.) Der Spielteilnehmer annonciert „Raise“, setzt genau den Betrag für den Call und dann in einer Bewegung die Erhöhung. Bewegt ein Spielteilnehmer eine ungezählte Summe Jetons in Richtung Pot, kann entschieden werden, dass der Einsatz die Summe all dieser Jetons ist. Setzt ein Spielteilnehmer eine große Anzahl Jetons, so werden die Jetons erst dann vom Croupier gezählt, wenn der Einsatz gecallt wird oder der Croupier von einem Spielteilnehmer zur Zählung gebeten wird. Eröffnet die Setzrunde in Stud Varianten ein Spielteilnehmer im unteren Limit, obwohl ein Paar offen liegt und es geschieht eine Erhöhung um das untere Limit, kann derselbe Spielteilnehmer, welcher die Setzrunde eröffnet hat um das obere Limit erhöhen.
  4. Höherer Jeton – Tätigt ein Spielteilnehmer einen Einsatz mit einem Jeton, der größer als der vorangegangene Einsatz ist, so handelt es sich nur dann um ein Raise, wenn er dies auch ansagt. Die Annonce „Raise“ hat immer vor dem Setzen zu erfolgen. Die Erhöhung entspricht dem Wert des Jetons. Setzt ein/e Spielteilnehmer:in ohne Annonce bei Blinds von 30 / 60 nach vorangegangenem Anspiel zwei Jetons á 50, so gilt dies nur als Call obwohl es sich um zwei Jetons handelt. Wenn „Raise“ angesagt wird, jedoch ein höherer Jeton mit einem größeren als für einen Call erforderlichen Wert gesetzt wird, dieser allerdings nicht die Höhe des Raise bekannt gibt, dann entspricht das Raise der Höhe des erlaubten Maximums (in Pot Limit Varian-ten) bis hin zum Höchstwert des Jetons. Wenn mit einem höheren Jeton ein Raise ausgeführt werden soll, muss dies immer angesagt werden, bevor der Jeton die Oberfläche des Tisches berührt. Nach dem Flop wird ein Einsatz mit einem höheren Jeton ohne Ansage immer als Einsatz in der vollen Höhe seines Wertes gerechnet. In Pot Limit Varianten wird ein höherer Jeton mit der Annonce „Raise“ immer als maximal erlaubtes Raise gewertet. Sofern nicht zuvor eine Erhöhung angesagt wurde, gilt die Reaktion auf einen Einsatz mehrerer Jetons gleichen Wertes als ein Call, falls durch das Entfernen eines dieser Jetons der erforderliche Call-Betrag unterschritten werden würde. Ein Beispiel mit Blinds von 20/40: Setzt Spieler:in A 120 (ein Raise um 80) und Spieler:in B legt zwei Chips à 100 in den Pot, ohne ein Raise anzusagen, gilt dieser Einsatz als Call. Hätte Spieler:in B vier Chips à 50er gesetzt, wäre dies ein Raise auf 200 (weitere 80). Setzt ein Spielteilnehmer ohne Annonce bei einer vorangegangenen Setzfolge von 80 / 160 / 240 / 320 vier Jetons á 100, so ist das kein Raise auf 400, sondern nur ein Call auf den letzten Einsatz von 320.
  5. Unvollständiges Raise – Setzt ein/e Spielteilnehmer:in ohne Annonce 50% oder mehr als der vor ihm getätigten Erhöhung, jedoch weniger als ein vollständiges Raise, so gilt diese Handlung als Raise und er muss seinen Einsatz auf das Minimum Raise ergänzen. Sind es weniger als 50% wird die Aktion nur als Call gewertet. Ein All-In Satz, welcher geringer als ein vollständiges Raise ist, eröffnet die Setzrunde für jene Spielteilnehmer, die schon gehandelt haben, nicht neu. Das Setzen eines Jetons von großem Wert, der größer ist als der vorangegangene Einsatz ist nur dann ein Raise, wenn dieses auch angesagt wird. Die Annonce „Raise“ hat vor dem Setzen zu erfolgen.
  6. All-in – Wurde als letzte noch mögliche Aktion ein All-in Bet oder Raise gecallt, muss der Spielteilnehmer des All-ins oder Raise' mit dem Showdown beginnen. Erhebt dieser dann keinen Anspruch auf den Pot und gibt seine Hand ohne Showdown auf, gewinnt der/die Gegenspieler:in, ohne seine Hand dafür zeigen zu müssen.
  7. Side Pots – Jeder Pot wird immer separat geteilt und taxiert.
  8. Run It Twice – Grundsätzlich kann bei Run It Twice die River Karte, die Turn- und River Karte, so wie das komplette Board zwei Mal gegeben werden wenn,
    • a.) keine Aktion mehr möglich ist,
    • b.) sich alle Spielteilnehmer:innen klar deklarieren,
    • c.) sich mindestens € 500,- im Pot befinden,
    • d.) der Floorman informiert wurde bzw.
    • e.) der Floorman bei Run It Twice mit mehr als zwei Spielteilnehmern anwesend ist. Wenn dem Main Pot nicht für Run It Twice zugestimmt wurde sondern nur für den Side Pot, darf der Main Pot im Showdown auch unter keinen Umständen für Run It Twice herangezogen werden! Achtung: Wurden bei Pot Limit Omaha an neun Spielteilnehmer Karten ausgeteilt und es wird verlangt das Board zwei Mal zu geben, so werden nach dem ersten regulären Board die drei Burn Cards mit den übrigen acht Karten noch einmal aufgemischt, bevor erst das zweite Board gegeben werden kann.
    • f.) der nicht teilbare Jetons (odd-chip) geht immer an die schlechtere Position (vom Button aus links im Uhrzeigersinn)
  9. Showdown – Grundsätzlich bedeutet Showdown all seine Hole Cards offen und erkennbar - für Mitspieler:in und den Croupier - auf den Tisch zu legen. Jener Spielteilnehmer, der die letzte Aktion getätigt hat (bet, raise, re-raise oder all-in), muss immer mit dem Showdown beginnen. Legt ein Spielteilnehmer im Showdown seine Karten verdeckt mit einer eindeutigen Vorwärtsbewegung ab, sind diese vom Croupier einzuziehen und gelten grundsätzlich als gepasst. Sollte nach der Aufforderung des Croupiers zum Showdown nur noch ein Spielteilnehmer Anspruch auf den Pot erheben, der oder die anderen Spielteilnehmer haben ihre Karten abgelegt, gewinnt dieser den Pot ohne Showdown. Spielteilnehmer, die keinen Anspruch auf den Pot erheben oder Spielteilnehmer, die keine/n GegenSpieler:in mit einer gültigen Hand haben, müssen ihr Blatt nicht zeigen. Die gewinnende Hand muss im Showdown immer alle Hole Cards bzw. alle sieben Karten offen zeigen. Sollte eine offensichtlich gewinnende Hand vom Croupier nach dem Showdown irrtümlich eingezogen werden, kann sie trotzdem den Pot gewinnen. Alle Mitspieler:in werden im Interesse der Fairness dazu aufgefordert, ein Missverständnis oder einen offensichtlichen Fehler sofort zu beanstanden. Die Reklamation muss sofort erfolgen, bevor das nächste Spiel begonnen hat, danach ist keine Korrektur mehr möglich, da der Spielverlauf nicht mehr nachverfolgbar wäre.
  10. Zeigen von Hole Cards / Abgelegte Hände – Zeigt ein Spielteilnehmer eine oder auch mehrere seiner Hole Cards vor Beendigung der Hand bzw. dem Showdown, so ist seine Hand passiv, kann aber auch im Sinne der Fairness gegenüber den Mitspieler:in für ungültig erklärt werden. Vorsätzliches unerlaubtes Öffnen der Hole Cards während eines Spiels wird mit einer Strafe geahndet. Eine Hand gilt als gepasst (abgelegt), wenn ein Spielteilnehmer zumindest eine seiner Hole Cards öffnet, um somit vorsätzlich eine Reaktion von Mitspieler:in zu erlangen, bevor er sich zu einer Aktion deklariert hat. Zeigt ein Spielteilnehmer seine Hole Cards einem anderen Spielteilnehmer, so muss er sie auf Verlangen allen Spieler:innen zeigen („show one – show all“).

Strafen und Etiketten

  1. Rücksicht – Spielteilnehmer sind verpflichtet auf das Spiel und ihre Mitspieler:in Rücksicht zu nehmen, auch wenn sie gerade nicht am Spiel teilnehmen. Es ist ihnen nicht gestattet Informationen über aktive oder abgelegte Karten weiterzugeben, Spielanalysen durchzuführen, oder vor dem Showdown die Hand eines Mitspieler:innen bekannt zu geben. Die Spielteilnehmer sind verpflichtet ihre Hand zu schützen. Sie darf von niemandem eingesehen werden. Aussagen betreffend der Wertigkeit der Hand sind nicht bindend.
  2. Verstöße gegen die Etikette – Die Direktion behält sich das Recht vor im Interesse des Casinos, der Gäste oder der Spielteilnehmer bei wiederholten Verstößen gegen die Etikette einen Teilnehmer vom Spiel auszuschließen. Beispielsweise wegen des Berührens fremder Karten oder Jetons, Spielverzögerung, absichtlich geäußerter Falschaussagen, Handlungen außerhalb der Reihe, Aufdecken der Hole Cards während eines laufenden Spiels oder ungebührlichen Benehmen.
  3. Unflätige Aussagen – Das Beleidigen anderer Spielteilnehmer, der Turniermitarbeiter, des Personals des Veranstaltungsortes werden nicht toleriert. Unflätige, obszöne oder beleidigende Äußerungen gegen einen Spielteilnehmer oder einen Mitarbeiter werden bestraft. Wiederholte indirekte unflätige, obszöne oder beleidigende Äußerungen können zum Spiel-Ausschluss führen.
  4. Strafen – Strafen werden generell vom Poker Manager oder dem Floor-Personal ausgesprochen und können eine mündliche Verwarnung, eine Zeitstrafe oder einen Spielausschluss nach sich ziehen.